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Dieser Artikel ist älter als ein Jahr und könnte daher Informationen enthalten, die nicht mehr auf einem aktuellen Stand sind.

Viele Shopbetreiber nutzen die Möglichkeit, die Produktdaten des eigenen Onlineshops über das “Merchant Center” an Google zu übermitteln, damit die Produkte in Google Shopping erscheinen. Diese Datenübertragung ist kostenfrei und im laufendem Betrieb mit relativ wenig Aufwand verbunden. Vor allem aufgrund der Shopping-Ergebnisse in der normalen Google-Websuche ist es möglich, dass sich durch diese Maßnahme die Zugriffszahlen auf den eigenen Shop deutlich erhöhen.

Ab dem 22.09.11 treten neue Regelungen für Nutzer des Google Merchant Center ein. Nachfolgend einige zusammenfassende Fragen zu Google Shopping im Allgemeinen und den Änderungen im Speziellen.

Wo erhält man Informationen und Support von Google?

  • Feed-Spezifikationen

    Die wichtigste Seite ist sicherlich die Seite mit den Produkt-Feed-Spezifikationen, wo man detaillierte Informationen zum Daten-Feed erhält.

  • Qualitätsrichtlinien

    Nicht weniger wichtig sind die Richtlinien für Google Shopping. Dort erfährt man, was man darf und zu unterlassen hat.

  • Lehrvideos

    Sehr hilfreich ist außerdem “The Google E-Commerce Channel” auf Youtube. Dort erhält man unter anderem einen guten Überblick über die Änderungen, die ab 22.9.11 in Kraft treten.

  • Google Händler Blog

    Eine Pflichtlektüre für jeden Nutzer des Google Merchant Center sollte das Blog des Google-Teams sein.

  • Supportforum

    Für Fragen eignet sich das deutschsprachige Forum Google Shopping Deutschland.

Gibt es weitere Anleitungen zu Google Shopping?

Folgende weitere Artikel zur Google Produktsuche sind lesenswert.

Welche Neuerungen gibt es ab 22.9.2011?

Das Ziel der Neuerungen ist laut Google die Verbesserung der Produktsuche. Nachfolgend die wichtigsten Änderungen.

  • Angabe einer Google-Produktkategorie wird für bestimmte Produkte Pflicht
  • Angabe bestimmter Verfügbarkeitsangaben ist Pflicht
  • Neue Anforderungen bei der Übermittlung von Produktvarianten
  • Neue Anforderungen bei der Übermittlung von Bekleidung
  • Angabe eines Produktbildes ist Pflicht und mehrere Produktbilder sind möglich
  • Folgende Attribute werden nicht mehr unterstützt: menge, merkmal, hersteller, genre, sonderposten, jahr, autor und ausgabe
  • Neue Qualitätsrichtlinien wie beispielsweise:
    • Produktbeschreibungen mit mindestens fünfzehn Zeichen
    • Keine Produktfotos mit Werbung (als Bildschutz sind Wasserzeichen OK)
    • Produktfotos müssen mindestens 250×250 Pixel groß sein

Wie übermittelt man die Produktdaten?

Zur Übertragung der Produktdaten an Google gibt es folgende Varianten.

Daten-Feeds

Wenn man Daten-Feeds erstellt, kann man diese mit folgenden Methoden übertragen.

Manuelles Hochladen des Daten-Feed per Browser

Diese Variante ist eventuell dann sinnvoll, wenn man nur einige wenige Produkte im Daten-Feed hat. Es gibt dort eine Dateiobergrenze von 20 MB, wobei diese Grenze schon sehr viele Produkte ermöglicht.

Hochladen des Daten-Feeds per FTP

Ein FTP-Upload lässt sich einfach per PHP-Skript oder Shell-Befehl erledigen. Dies lässt sich automatisieren und geht viel schneller, als wenn man umfangreiche Daten-Feeds erst auf den eigenen Rechner herunter- und dann zu Google manuell per Browser oder FTP-Programm hochlädt. Ein Shell-Befehl könnte beispielsweise so ausschauen.

1 ncftpput -u ftpuser -p ftpkennwort uploads.google.com / /pfad/zum/shop/datenfeed.xml

Automatischer Upload

Upload-Zeitplan

Im Google Merchant Center hat man auf der Seite der Daten-Feed-Auflistungen in der Spalte Upload-Zeitplan die Möglichkeit, einen automatischen Abruf des Daten-Feeds einzurichten. Dann wird nach einem festlegbarem Zeitplan (max 1x pro Tag) der Daten-Feed von dem eigenen Webspace geladen. Es werden dabei die Protokolle http, https, ftp, sftp unterstützt.

Eine Übersicht der möglichen Dateiformate für die Daten-Feeds wird hier aufgelistet. Bei der Übertragung als XML-Feed muss man auf die Kodierung, die Groß/Kleinschreibung bei den Attributnamen und auf die korrekte Escape-Sequenzen oder Nutzung von CDATA bei Sonderzeichen achten. Siehe auch Problembehebung bei Daten-Feeds.

Man kann im Google-Konto einen Test-Daten-Feed anlegen. Änderungen am Daten-Feed sollte man sinnvollerweise vorher in dem Test-Daten-Feed durchführen. Laut Google kann man einen Test-Daten-Feed beliebig oft hochladen, um Feed-Fehler zu prüfen und zu korrigieren. Bei Test-Daten-Feeds kann man auch einen vollständigen Fehlerbericht herunterladen, wo dann alle Fehler aufgelistet werden.

Content API for Shopping

Weniger bekannt ist Content API for Shopping. Dies ist eine Schnittstelle zwischen Google und dem eigenen Shop. Damit kann man Produktdaten nahezu in Echtzeit in Google Shopping aktualisieren und auch Aktualisierungen von einzelnen Produktdaten erreichen. Für einige Shopsysteme (z.B. Magento) gibt es entsprechende Erweiterungen.

Wo bekommt man eindeutige Produktkennzeichnungen her?

Seit einigen Monaten ist die Angabe einer eindeutigen Kennzeichnung für Produkte, die nicht in die Kategorie Bekleidung und Sonderanfertigung gehören, eine Pflichtangabe. Es ist erforderlich, dass man mindestens zwei der drei folgenden Angaben macht. Neben der Angabe des Herstellernames bzw der Marke gehört zu den eindeutigen Produktkennzeichnungen:

GTIN (Global Trade Item Number)

Dazu gehören für Europa ISBN und EAN. Um eine GTIN-Nummer zu erhalten, kann man sich an den Hersteller wenden oder die Nummer von einer Produktverpackung ermitteln. Außerdem besteht bei manchen Produkten die Möglichkeit, die Angaben über die Suche in Google Shopping zu erhalten. Wenn es die Möglichkeit gibt, Preise zu vergleichen, erhält man in der Regel auch Details mit GTIN zu einem Produkt. Beispiel: HTC Sensation

Global Trade Item Number

MPN (Manufacturer Part Numer)

Die MPN kann vom Hersteller frei vergeben werden und hat kein bestimmtes Format. Aus dem Grund ist es Händlern derzeit noch möglich, als MPN einen beliebigen Wert einzugeben, der in Verbindung mit einer vorhanden Marke zu einer Produktkennzeichnung führt, die als eindeutig akzeptiert wird. Dies ist offenbar derzeit die einzige Möglichkeit um Produkte, bei denen es eine Pflicht zur Angabe der Produktkennzeichnung gibt, auch ohne GTIN in die Shoppingsuche zu bekommen. Wobei dies sicherlich keine sinnvolle Variante ist und eventuell auch gegen die Qualitätsrichtlinien verstösst.

Ausnahme beantragen

Man kann bei Google eine Ausnahme von der Pflicht zur Angabe der eindeutigen Produktkennzeichnung beantragen, damit die eigenen Produkte auch ohne eindeutige Produktkennzeichnung akzeptiert werden.

Wie findet man die passende Google-Produktkategorie?

Derzeit ist die Angabe einer Google-Produktkategorie nur für einige wenige Produktkategorien notwendig. Eine genaue Auflistung findet man auf der Seite der Attributbeschreibung. Es ist aber wahrscheinlich, dass dies zukünftig auf andere Produktkategorien erweitert wird, so dass sich die Zuweisung aller Kategorien empfiehlt.

Um die passende Google-Produktkategorie zu finden, kann man online durch die Kategorien blättern. Häufig ist es jedoch sinnvoller, wenn man sich die Kategoriendatei als Textversion herunterlädt. Neben der deutschsprachigen und der englischsprachigen Variante findet man so weitere Sprachen.

Es ist möglich, die von Google vorgegebenen Produktkategorien mit eigenen Kategorieeinträgen zu erweitern.

Warum sollte man die Verfügbarkeitsanzeige im eigenen Shop anpassen?

Google verlangt zukünftig, dass im Daten-Feed für jedes Produkt einer der nachfolgenden vier möglichen Verfügbarkeitsangaben vorhanden sind.

  • auf lager (Lieferung innerhalb 3 Geschäftstagen)
  • bestellbar (Lieferung 4 oder mehr Geschäftstage)
  • nicht auf lager (keine Bestellung möglich)
  • vorbestellt

Zu den Qualitätsrichtlinien gehört, dass die übermittelten Angaben im Daten-Feed mit den Angaben im Shop übereinstimmen müssen. Google hat angekündigt, diese Verfügbarkeitsangaben im Shop zu überprüfen. Aus dem Grund ist es sinnvoll, wenn man auch im eigenen Onlineshop genau diese Verfügbarkeitsangaben anzeigt.

Passend dazu ein lustiges Zitat von Google: “Versand innerhalb von 3 Geschäftstagen bedeutet nicht, dass die Lieferung selbst 3 Tage dauert”

Wie kann man gute Platzierungen in der Produktsuche erreichen?

Google Shopping

Der größte Vorteil für Händler bei der Nutzung des Google Merchant Center ist, wenn die eigenen Produkte als Shopping-Ergebnisse in der normalen Websuche angezeigt werden. Und um dort zu erscheinen, muss man gute Platzierungen in Google Shopping erreichen. Der genaue Ranking Algorithmus ist unbekannt. Aber für gute Platzierungen empfiehlt es sich, folgende Regeln einzuhalten:

  • Titel des Produktes sollte optimiert sein
  • Individuelle Produktbeschreibungen
  • Möglichst viele Attribute angeben
  • Positive Shopbewertungen in Meinungsportalen
  • Aktualität der Produktdaten

Ein mehrmaliges Hochladender Produktdaten pro Tag ist laut Google kein Problem und die Daten sollen innerhalb weniger Minuten aktualisiert sein. Meiner Erfahrung nach dauert die Aktualisierung jedoch einige Stunden und die Produkte sind währenddessen offline. Deshalb hat zu häufiges Hochladen auch Nachteile. Bei mehr als vier Updates pro Tag empfiehlt Google die Nutzung der Content API for Shopping.

Was passiert bei Fehlern?

Es scheint so zu sein, dass Google zukünftig die neuen strengeren Anforderungen mit Produktausschlüssen und Kontosuspendierungen durchsetzt wird. Man muss bei den Hinweisen von Google unterscheiden zwischen:

Kritische Fehler

Kritische Fehler können zur Kontosuspendierung führen. Auf dem Dashboard im Google Merchant Center und per E-Mail erfährt man von kritischen Fehlern. Diese Fehler muss man innerhalb 7 Tagen beheben. Die Produkte bleiben in dieser Zeit online. Nach Ablauf der Zeit erfolgt automatisch eine Überprüfung durch Google. Wenn man die Probleme nicht behoben hat, werden die Produkte ausgeschlossen.

  • Beim ersten Verstoss bis zur Behebung der Probleme
  • Beim zweiten Verstoss zusätzlich 7 Tage Ausschluss
  • Beim dritten Verstoss zusätzlich 30 Tage Ausschluss

Produktfehler

Produktfehler beeinflussen die Datenqualität, führen aber nicht zur Kontosuspendierung.

Optimierungstipps

Optimierungstipps sind dazu da, um Hinweise zur Verbesserung der Datenqualität zu geben.

Wie erfährt man, ob die Artikel in der Produktsuche auffindbar sind?

Wenn man sich im Google Merchant Center anmeldet, wird oben links die Konto-ID angezeigt. Diesen Wert kann man in folgenden URLs einfügen, um die eigenen Artikel in der Produktsuche zu sehen.

  • http://www.google.de/products?authorid=KontoID
  • http://www.google.de/products?authorid=KontoID&safe=off

Mit der zweite URL kann man erkennen, ob die eigenen Produkte eventuell in den SafeSearch-Filter eingestuft wurden. Dies kann durch die Nutzung bestimmter Wörter passieren. Eine weitere Variante zur Anzeige der eigenen Artikel in der Produktsuche ist es, mit site:www.domain.de zu suchen. Beispiel: site:www.otto.de

Kommentare
  1. Google Shopping ist mittlerweile ein sehr wichtiger Kanal geworden. Über 20.000 Händler haben den Weg mittlerweile in Google Shopping gefunden zu haben. Bei vielen ist der Umsatzkanal nicht mehr wegzudenken. Eine ausführliche und aktuelle Beschreibung zu google Shopping gibt es auch in dem Artikel noch mal kurz und prägnant zusammengefasst. http://www.ecommerce-vision.de/12-2011/was-ist-google-shopping-wo-liegen-die-vorteile-fur-online-handler/

    Insbesondere die Möglichkeit die Daten auch für Adword nutzen zu können, machen das Merchant Center echt attraktiv.
  2. Hier findet ihr noch mal einen groben Überblick über das ganze Google Merchant Center. Daten Feeds
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